Antikriegstag 2026
2026-09-01|Rückblick|Mehr als 130 Menschen waren zum eindrücklich inszenierten friedenspolitischen Abgesang auf die neue Wehrpflicht, Aufrüstung und Kriegstüchtigkeit gekommen. Teilweise stießen sie direkt von der Demonstration und Kundgebung davor, die um 15:30 unter der Regie des Friedensbündnisses stattgefunden hatte, zur Veranstaltung.
Texte und Lieder von Brecht, Jellinek, Kästner, Hüsch, Arendt, Knef, Kant, Dylon oder Tucholsky wurden mit teilweise sehr persönlichen Texten von Steger oder Klucke, die auch das aktuell Widersprüchliche nicht aussparten, verschränkt. Das, was im Moment an Militarisierung passiert, macht mich fertig. Aber heute Abend habe ich trotz alledem wieder so was wie Kraft und Gemeinsamkeit verspürt…, so einer der Kommentare an diesem Abend.
Die Veranstaltung fand im Haus der Evangelischen Kirche in M1 statt, organisiert vom DGB Rhein-Neckar, Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (KdA), den NaturFreunden Mannheim und der VVN—BdA, unterstützt von der DFG-VK, dem KAB und sanctclara (Ökumenisches Bildungszentrum Mannheim). Mit exquisiten Häppchen und feinem Pfälzer Wein von NaturFreundin Carola wurde sinnlich erfahrbar, dass in der Friedensbewegung der Kurpfalz auch die Lebensfreude ihren Platz hat. Eingeleitet wurde die Veranstaltung mit Reden von Maximilian Heßlein (KdA) und Sabine Leber- Hoischen (DGB), die sich zu überzeugenden Plädoyers gegen die Zeitenwende entwickelten.
Die politische Kulturveranstaltung war Teil einer Initiative der Rosa-Luxemburg-Stiftung, NaturFreunde Mannheim und des OTKM (Offenes Treffen gegen Krieg und Militarisierung), bei der hinter einem gemeinsamen Leittext verschiedene Aktionen und Veranstaltungen zum Antikriegstag versammelt wurden.
